Nvidias 66-Milliarden-Dollar-Deal mit ARM ist gescheitert. Was jetzt?

[ad_1]

Nvidias Multimilliarden-Dollar-Deal zur Übernahme des Halbleitergiganten ARM ist offiziell beendet. Beide Unternehmen bestätigten die Absage des Deals und nannten „erhebliche regulatorische Herausforderungen“ als Grund für die Absage.

Nvidia hatte große Pläne für ARM, aber der Deal wurde von dem Moment an zurückgewiesen, als er zum ersten Mal angekündigt wurde. Wird dies ein großer Verlust für die Computerbranche sein, oder war der Deal so angelegt, dass er scheitert, bevor er überhaupt begonnen hat?

ARM-Logo an der Seite eines Gebäudes.

Der Deal wurde erstmals im September 2020 angekündigt und hatte damals einen Wert von 40 Milliarden US-Dollar. Da es sich bei dem Deal jedoch größtenteils um Aktien und nicht nur um reines Bargeld handelte, würde Nvidia zum Zeitpunkt des Abschlusses rund 66 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von ARM zahlen. Durch die Absage der Übernahme verliert Nvidia die mit SoftBank, der Muttergesellschaft von ARM, vereinbarte Kaution in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar. SoftBank hat angekündigt, dass es aufgrund des Scheiterns des Deals den Weg des Börsengangs (IPO) einschlagen wird. Es gab mehrere Anzeichen dafür, dass der Deal gescheitert ist, was wir in einem Januar-Artikel ausführlich beschrieben haben.

Nvidias versuchte Übernahme von ARM wurde von Branchenkonkurrenten und Regierungsbehörden gleichermaßen heftig kritisiert. Die Federal Trade Commission (FTC) klagte, um die Transaktion zu verhindern, und bezeichnete sie als „illegale vertikale Fusion“. ARM hat seinen Sitz in Großbritannien, und die lokale Regierung dort hat dieser Übernahme ebenfalls nicht zugestimmt. Die Arbeitsplatzsicherheit war möglicherweise eine seiner Sorgen – ARM beschäftigt über 3.000 Mitarbeiter in Großbritannien und mehr als 6.000 insgesamt. Nvidias Pläne schienen jedoch die Schaffung von Arbeitsplätzen zu beinhalten, anstatt das abzubauen, was ARM bereits gebaut hat.

Der Grafikkartenriese plante nach der Übernahme von ARM beträchtliche Investitionen, darunter die Erweiterung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens in Cambridge, England, mit einem neuen KI-Forschungs- und Bildungszentrum. Es gab auch Pläne, einen Nvidia/ARM-betriebenen KI-Supercomputer zu bauen. Diese Pläne reichten jedoch nicht aus, um die Sorgen von Nvidias Konkurrenten und offiziellen Stellen zu zerstreuen.

Wenn Nvidias Traum, ARM zu besitzen, nicht zu einem abrupten Ende gekommen wäre, wäre das Unternehmen autarker denn je geworden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Nvidia eines Tages ähnliche Chips wie Apples eigenen Chip herausbringt, der ebenfalls auf ARM-Architektur basiert. Dies hätte die Tür zum Verbraucher-Computing der nächsten Stufe geöffnet.

NVIDIA-CEO Jensen Huang hält eine Präsentation.
Nvidia

Wie Nvidia in seiner Erklärung zu dem gescheiterten Deal einräumt, hat ARM eine glänzende Zukunft vor sich, die sich über mehrere Branchen erstreckt. In den nächsten zehn Jahren könnten ARM-Prozessoren ihre Reichweite weit über Verbraucherprodukte hinaus ausdehnen und sich in Richtung KI, Supercomputing und Robotik bewegen.

Wenn es geklappt hätte, wäre die Übernahme von Nvidia-ARM eine der größten Übernahmen gewesen, die die Technologiebranche je gesehen hat. ARM ist ein Gigant, der seine Reichweite auf viele Unternehmen und unzählige Geräte ausdehnt. Die ARM-Architektur findet sich in den eigenen Produkten von Apple, Samsung, Intel, Qualcomm und Nvidia. Diese solide Liste von Partnern war wahrscheinlich einer der Gründe, warum der Deal von Anfang an in Gefahr war.

Viele haben befürchtet, dass der Besitz von ARM durch Nvidia zu unlauterem Wettbewerb führen würde. Wenn man bedenkt, dass die ARM-Architektur die Produkte vieler Konkurrenten von Nvidia antreibt, gab es sicherlich ein Potenzial für Fehlverhalten, obwohl Nvidia realistischerweise kaum eine Chance gehabt hätte, unfair zu handeln, wenn so viele Augenpaare jede seiner Bewegungen verfolgten.

Obwohl der Deal nicht läuft, erklärt Nvidia, dass es weiterhin mit ARM in gleicher oder vielleicht erhöhter Kapazität zusammenarbeiten wird. Dies deckt natürlich nicht die Pläne ab, die man nach der Übernahme für das Unternehmen hatte.

„ARM hat eine strahlende Zukunft vor sich und wir werden sie als stolzer Lizenznehmer auch in den kommenden Jahrzehnten unterstützen“, sagte Nvidia-CEO Jensen Huang in der Erklärung des Unternehmens. „Obwohl wir nicht ein Unternehmen sein werden, werden wir eng mit ARM zusammenarbeiten.“

Empfehlungen der Redaktion






[ad_2]

Leave a Comment